Deutschland, was geht?

Mission

Deutschland was geht Key Visual

Fast 28.000 Menschen haben uns gesagt: was nervt.
Jetzt fragen wir Deutschland: was geht?

Deutschland, was geht? ist eine gemeinsame Mission der SPRIND und des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.

Ziel ist es, Deutschland einfacher zu machen. Jeden Tag stehen Menschen vor unnötig komplizierten Formularen, langen Wartezeiten, doppelten Nachweisen und digitalen Sackgassen. Mit Hilfe digitaler Bürgerbeteiligung haben uns exakt 27.707 Bürgerinnen und Bürger, Unternehmer und Verwaltungsmitarbeitende in den letzten Monaten Hinweise gegeben, wo sie im Alltag an der Verwaltung scheitern. Alle Ergebnisse dazu findet ihr hier.

Mit dem Rückhalt aller fachlich zuständigen Bundesministerien haben wir aus den Einreichungen 14 Problemfelder identifiziert, die sich besonders für technische Umsetzung durch Startups eignen. Im Anschluss haben wir Deutschland abstimmen lassen, wo wir zuerst anpacken sollen. Jetzt suchen wir mutige Teams, die konkrete und innovative Lösungsansätze für genau diese Bürgerprobleme entwickeln. Bei Erfolg erhalten die besten Lösungen die Chance, ab 2027 in die Bundesverwaltung eingeführt zu werden.

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Die Herausforderung: Überbordende Bürokratie kostet den deutschen Staat jedes Jahr bis zu 146 Mrd. Euro an Wirtschaftsleistung (ifo Institut). Wie können wir mit radikal neuen Ansätzen die wichtigsten Bürgerprobleme mit der Bundesverwaltung beseitigen?

In dieser Mission sollen Teams neue Wege erschließen, wie die Verwaltung der Zukunft funktionieren kann. Dabei verstehen wir Innovation bewusst breit. Gute Lösungen entstehen oft dort, wo Technologie mit Prozessdesign, Verwaltungswissen, Recht, Psychologie, Verhaltenswissenschaft, Kommunikation oder Organisationsentwicklung zusammenkommt. Deshalb richtet sich dieser Aufruf ausdrücklich an interdisziplinäre Teams.

Im Mittelpunkt stehen die von den Bürger:innen eingereichten und abgestimmten 14 Problemfelder. Für jedes dieser Themen suchen wir konkrete, technologische Lösungsansätze, die Verwaltungsprozesse grundlegend verändern, ersetzen oder ganz neu denken.

Denkbar sind beispielsweise automatisierte Datenflüsse, digitale Dienste auf Basis des Deutschland-Stacks, intelligente Prozessautomatisierung oder völlig neue Interaktionsformen zwischen Staat und Bevölkerung. Ebenso willkommen sind Konzepte, die Akzeptanz schaffen, Verwaltungsmitarbeitende entlasten oder den Roll-out neuer Lösungen erheblich beschleunigen.

Jedem Thema ist jeweils das zugehörige Bundesministerium zugeordnet. Die ausgewählten Teams und Ideen werden eng durch Mentoren aus der Bundesverwaltung begleitet. Das staatliche Interesse an der echten Umsetzung und Einführung zeichnet diese Mission besonders aus.

  • Den ÖPNV stärken
  • Verwaltung als Service statt Kontrolle
  • Neue Technik schneller testen
  • Verwaltungsaufwand für Kleinunternehmen senken
  • Öffentliche Ausschreibungen vereinfachen
  • Die richtige Stelle sofort finden
  • Straßenverkehr intelligent steuern
  • Bürokratieaufwand senken
  • Vereinsarbeit einfacher machen
  • Digitale Gesundheitsangebote nutzbar machen
  • Verwaltung in Alltagssprache
  • Abschlüsse schneller anerkennen
  • Verbraucherschutz verständlich machen
  • Verwaltung digital - und zwar ganz

Für die erste Stufe stellen SPRIND und das BMDS 25.000 Euro pro Team bereit. Darüber hinaus unterstützen wir mit Coaching, Zugang zu Fach- und Verwaltungsexpertise sowie einem Netzwerk aus Technologie, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung. Ziel der ersten Stufe ist ein funktionsfähiger Prototyp, der in einem realen Verwaltungskontext getestet und mittelfristig umgesetzt werden kann.

Die erste Finanzierungsstufe startet im September 2026 mit bis zu 20 Teams. Nach rund drei Monaten haben Teams die Chance, ihre Lösungen einer fachkundigen Jury vorzustellen. Am Ende des Jahres erhalten die vielversprechendsten Ansätze Gelegenheit zu einem Ministerpitch vor Digitalminister Karsten Wildberger.

Im Anschluss entscheidet die SPRIND und das BMDS über eine Anschlussförderung. Im Rahmen der Umsetzungsphase können bis zu 5 Teams mit jeweils maximal 100.000 Euro unterstützt werden, um ihre Lösung der Bundesverwaltung zu testen.

Gute Ideen verändern noch nichts. Wirkung entsteht erst dann, wenn Lösungen ihren Weg in den Alltag von Millionen Menschen finden. Nichts weniger ist das Ziel. Bewerbt euch jetzt und nutzt die Chance, langfristig etwas in der Bundesverwaltung bewirken zu können.

Detaillierte Informationen können der Ausschreibung entnommen werden.

Interessierte Teams können ihre Lösungsansätze bis zum 20. August 2026 ausschließlich online über das Einreichungsformular einreichen.

Ihr habt Fragen zur Mission? Schreibt uns unter dialog@sprind.org.

Jeannette Gusko
Jeannette Gusko, Leiterin Digitale Beteiligung
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