6.7.2026

SPRIND BETEILIGT SICH AN FINANZIERUNGSRUNDE BEI PROXIMA FUSION

Proxima Fusion erhält 411 Millionen Euro neues Kapital

Die Finanzierung bildet die Grundlage für Alpha, Proximas Nettoenergie-Demonstrator, der Anfang der 2030er Jahre zentrale Technologien und Systeme für das erste kommerzielle Magnetfusionskraftwerk in Bayern validieren soll. Damit schafft das Projekt die Brücke zwischen jahrzehntelanger Fusionsforschung und ihrer industriellen Anwendung und beschleunigt den Weg zum ersten wirtschaftlich nutzbaren Fusionskraftwerk erheblich.

Die Mittel fließen in den Bau von Alpha, die Skalierung der Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten sowie die Weiterentwicklung zentraler Technologien wie Hochtemperatur-Supraleiter, Magnete und Kryotechnik. Gleichzeitig wird die europäische Fusionslieferkette weiter ausgebaut.

Kostengünstige, saubere Energie ist die wichtigste technische Sprunginnovation für das 21. Jahrhundert. Fusionsenergie bietet uns diese Perspektive, sie nahezu vollständig mit eigenen Ressourcen und ohne geopolitische Abhängigkeiten zu produzieren. sagt Rafael Laguna, Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND. Das jetzt in Proxima und andere deutsche Fusions-Startups investierte Kapital unterstreicht glaubwürdig die Ambition von Staat und Industrie, nicht nur das erste Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland zu bauen, sondern dabei auch neuartige Spitzentechnologien z.B. im Bereich von Magneten, Lasern und neuen Materialen zu entwickeln.

Eine farbige animierte Luftaufnahme der Proxima Fusion Anlage. Das Gelände setzt sich aus mehreren Gebäuden zusammen. Zentral stehen zwei weiße rechteckige Türme.

Die Serie-A2-Finanzierungsrunde wird von XTX Ventures und East X Ventures angeführt. RWE und Google beteiligen sich als strategische Investoren. Beteiligt haben sich außerdem KfW Capital, SPRIND, Burda Principal Investments sowie bestehende Investoren wie Plural, UVC Partners, Balderton, Cherry Ventures, DST Global, Brevan Howard Macro Venture, Lightspeed, DTCF, redalpine, Leitmotif, Elaia, CDP Venture Capital, Bayern Kapital und der EIC Fund.

Erst im Februar hatten der Freistaat Bayern, RWE und Proxima Fusion sowie der Wissenschaftspartner Max-Planck-Institut für Plasmaphysik eine gemeinsame Vereinbarung (MoU) unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung stellte Bayern 400 Millionen Euro öffentliche Mittel in Aussicht, unter der Bedingung, dass Proxima private Mittel in gleicher Höhe beisteuert. Durch die erfolgreiche Finanzierungsrunde wird die geforderte Summe nun sogar übertroffen.

Das strategische Investment von RWE dokumentiert eine weitere national wie international relevante Weichenstellung. RWE und Proxima Fusion unterstreichen mit der Aufnahme des Energieunternehmens in den Investorenkreis von Proxima die wechselseitige Absicht, das weltweit erste kommerziell nutzbare Stellarator-Fusionskraftwerk auf dem RWE-Kraftwerksgelände in Gundremmingen zu bauen.

Ein Gruppenbild der fünf Co-Founder von Proxima Fusion. Alle sind männlich, förmlich gekleidet und schauen freundlich in die Kamera.
v.l.n.r.: Co-Founder und Chief Engineer Martin Kubie, Co-Founder und Head of Labs Jonathan Schilling, Co-Founder und COO Lucio Milanese, Co-Founder und Chief Scientist Jorrit Lion, Co-Founder und CEO Francesco Sciortino

Über Proxima Fusion

Proxima Fusion ist Europas führendes Fusions-Start-up und das erste Spin-out des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik. Das Unternehmen entwickelt Fusionskraftwerke auf Basis von QI-HTS-Stellaratoren und baut auf den wissenschaftlichen Durchbrüchen des Wendelstein-7-X-Programms auf. Proxima Fusion beschäftigt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in München sowie Büros in Zürich und Oxford.

Ein Ausschnitt einer Illustration der kreisförmigen Proxima Fusion QI-HTS-Stellaratoren.
Eine Gesamtansicht der kreisförmigen Proxima Fusion QI-HTS-Stellaratoren.
Eine Aufsicht von oben der kreisförmigen Proxima Fusion QI-HTS-Stellaratoren.

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