Ihre Challenge:
Orbital Bioworks

Mikrogravitation verändert Flüssigkeitsdynamik, Kristallwachstum und biologische Prozesse so grundlegend, dass eine qualitativ höhere Produktionsstufe möglich wird – reinere Proteinkristalle, Stammzellen ohne mechanischen Stress, realistischere Krankheitsmodelle. Auf der Erde kann die Mikrogravitation aber weder dauerhaft noch im industriellen Maßstab reproduziert werden. Genau deshalb sind Pharma und Biotech die Treiber eines entstehenden In-Space-Manufacturing-Marktes.
Die ersten kommerziellen Schritte in diesem Markt entstehen bislang vor allem in den USA; ein europäisches Gegengewicht fehlt. Wer in den nächsten Jahren die ersten kommerziell tragfähigen Anwendungen unter Mikrogravitation entwickelt, prägt die Standards für einen Markt, der gerade erst entsteht. Damit geht es auch um technologische und industrielle Souveränität in einem strategischen Zukunftsmarkt orbitaler Produktion.
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Die Challenge gibt drei Fokusbereiche vor, in denen Mikrogravitation einen wissenschaftlich belastbaren Vorteil verspricht und etablierte europäische Plattformen existieren: zellfreies Peptid-Manufacturing, Differenzierung von Stammzellen und Organ-on-a-Chip für Wirkstofftests. Wir sind offen für andere Ansätze außerhalb dieser Fokusbereiche, solange in Ihrem konkreten Anwendungsfall die Mikrogravitation einen nachweisbaren Vorteil bietet.
Die Challenge läuft über einen Gesamtzeitraum von voraussichtlich maximal 18 Monaten in zwei Stufen. Eine Jury aus anerkannten Expert:innen unterstützt die SPRIND bei der Auswahl. In Stufe 1 (vier Monate) werden bis zu zwölf Teams aufgenommen; am Ende wählt die Jury bis zu vier Teams für eine mögliche Stufe 2 (voraussichtlich 14 Monate) aus. Die SPRIND stellt über die beiden Stufen bis zu 1.650.000 € pro Team zur Verfügung – bis zu 250.000 € in Stufe 1 und bis zu 1.400.000 € in der möglichen Stufe 2 (jeweils zzgl. USt., sofern diese anfällt).
Über die Finanzierung hinaus organisiert und finanziert die SPRIND für Stufe 2 den Zugang zu Mikrogravitationsplattformen für alle Teams: eine Parabelflugkampagne zur Validierung sowie eine Orbitalmission zur LEO-Station VAST Haven-1. Über den Partner Yuri steht eine flug-qualifizierte, einheitliche Experimentierplattform inklusive technischem und biowissenschaftlichem Coaching bereit. Hinzu kommt fortlaufende Begleitung, der erleichterte Zugang zu neuen Kooperationspartner:innen und Expert:innen sowie eine mögliche weitere finanzielle Unterstützung, wenn die SPRIND entsprechendes Sprunginnovationspotenzial sieht.
Detaillierte Informationen können der Ausschreibung und der Teilnahmevereinbarung entnommen werden.
Ihr möchtet mehr über die Challenge erfahren oder habt noch offene Fragen? Dann registriert euch für unser Webinar am 03.06.2026 um 15:00 Uhr (CEST). Wir geben euch einen Überblick über das Programm und beantworten eure Fragen live.
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 3. Juli 2026. Alle bis zu diesem Termin eingegangenen Bewerbungen werden berücksichtigt.
Haben Sie Fragen zur Challenge? Schreiben Sie uns unter challenge@sprind.org.

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