17.7.2026

ZEHN TEAMS FÜR NEXT FRONTIER AI AUSGEWÄHLT

SPRIND unterstützt europäische Teams beim Aufbau der nächsten Generation Künstlicher Intelligenz

Europa braucht eigene KI-Labore, die nicht nur aufholen, sondern neue Wege einschlagen. Genau hier setzt die Next Frontier AI Challenge von SPRIND an. Nach einem europaweiten Auswahlprozess stehen nun die zehn Teams fest, die in den kommenden zwei Jahren daran arbeiten werden, die Grundlagen für die nächste Generation Künstlicher Intelligenz zu schaffen.

Die Finalisten kommen aus fünf europäischen Ländern: Drei Teams stammen aus Deutschland, jeweils zwei aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich und der Schweiz sowie ein Team aus Italien. Zu den ausgewählten Teams gehören Aionic Labs, UMA, Weight Space Labs, Continuous Intelligence, Paradigma, After Labs, Feyer und Ontic Labs. Gemeinsam konnten sie sich gegen Bewerbungen aus mehr als 30 europäischen Ländern durchsetzen. Ausgewählt wurden sie von einer internationalen Jury aus KI-Forscher:innen, Gründer:innen und erfahrenen Vertreter:innen führender KI-Labore. Noch in diesem Monat nehmen die Teams die Arbeit auf.

Europäische Landkarte mir Teams der NFAI Challenge

Die Next Frontier AI Challenge verfolgt ein klares Ziel: Europa soll nicht versuchen, bestehende KI-Systeme zu kopieren, sondern neue technologische Paradigmen entwickeln. Voraussetzung für die Teilnahme war deshalb ein Forschungsansatz, der eine Verbesserung um mindestens eine Größenordnung bei einer zentralen Kennzahl verspricht – etwa bei Dateneffizienz, Energieverbrauch oder der Fähigkeit zum kontinuierlichen Lernen.

Die ausgewählten Teams arbeiten an unterschiedlichsten Ansätzen. Dazu gehören unter anderem Physical AI, World Models für Robotik, Embodied AI sowie Algorithmen, die industrielle Hardware entwickeln. Andere Teams erforschen KI-Systeme für Zeitreihen und Live-Datenströme, Continual Learning mit sich kontinuierlich anpassenden World Models oder automatisierte wissenschaftliche Entdeckungen. Ein weiterer Ansatz zielt darauf ab, große Sprachmodelle effizienter zu machen, indem Foundation Models nicht auf Texten oder Bildern, sondern auf den Gewichten anderer neuronaler Netze trainiert werden.

Unter den Finalisten befinden sich Ausgründungen renommierter europäischer Universitäten wie Oxford, der ETH Zürich, der Universität St. Gallen und der Universität Tübingen. Mehrere Gründer:innen waren zuvor bei Unternehmen wie Google DeepMind, OpenAI oder Hugging Face tätig und entwickeln ihre Technologien nun in Europa weiter.

Wenn wir einfach kopieren, was die führenden Labs vor fünf Jahren gemacht haben, landen wir genau dort: fünf Jahre in der Vergangenheit. Die spannende Frage ist, wie das nächste Paradigma aussieht. Diese Frage ist noch offen, aber jedes der zehn Teams hat eine bahnbrechende Antwort darauf. Jetzt bekommen sie das Kapital und die Unterstützung, um zu zeigen, dass sie richtig liegen. Jano Costard, Head of Challenges bei SPRIND.

Die Bekanntgabe der Finalisten fällt in eine Zeit, in der europäische KI-Start-ups erstmals milliardenschwere Seed-Finanzierungen einwerben konnten. Unternehmen wie AMI Labs, Ineffable Intelligence und Recursive Superintelligence zeigen, dass auch in Europa große KI-Investitionen möglich sind.

Für SPRIND ist dies ein wichtiges Signal – zugleich aber erst der Anfang.

Unternehmen wie AMI, Recursive und Ineffable haben mit dem Mythos aufgeräumt, dass Europa keine Milliardenrunden in KI stemmen kann. Aber drei Wetten reichen nicht, um zu gewinnen. Europa braucht dreißig davon, mit europäischen Mehrheiten in den Cap Tables. Die 125 Millionen Euro, die wir einsetzen, sind eine Startrampe, nicht das Ziel. Dr. Johannes Otterbach, Co-Initiator der Challenge und Investment Advisor AI & Quantum bei SPRIND.

Die Next Frontier AI Challenge läuft über insgesamt 24 Monate und ist mit 125 Millionen Euro ausgestattet. Die Finanzierung erfolgt vollständig ohne Abgabe von Unternehmensanteilen.

In der ersten Stufe erhalten die zehn ausgewählten Teams jeweils bis zu 3 Millionen Euro. Nach einer Zwischenbewertung steigen bis zu sechs Teams in die zweite Stufe auf und können weitere 8 Millionen Euro erhalten. In der abschließenden dritten Stufe werden bis zu drei Teams mit jeweils zusätzlichen 15,5 Millionen Euro unterstützt.

Zum Abschluss der Challenge im Herbst 2028 unterstützt SPRIND die drei Gewinnerteams außerdem dabei, jeweils bis zu eine Milliarde Euro von öffentlichen und privaten Investoren einzuwerben, um ihre KI-Labore langfristig international wettbewerbsfähig aufzubauen.

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