16.9.2026
DER STAAT ALS PARTNER
Das Playbook von HV und SPRIND für Deep-Tech-Gründer
Technologische Souveränität rückt ins Zentrum staatlichen Handelns. Europa schreibt nicht länger nur Strategiepapiere. Europa stellt große Tickets aus und unterzeichnet Verträge. Nie zuvor haben europäische Regierungen mehr Eigenkapital in Deep-Tech-Start-ups investiert als heute. Für Gründer:innen, die jene Technologien bauen, die dem Kontinent strategische Unabhängigkeit sichern, ist jetzt der Moment gekommen, den Staat nicht nur als Fördergeldgeber, sondern als strategischen Partner zu behandeln. HV und SPRIND haben ein Playbook entwickelt, das jungen Unternehmen genau dabei hilft.

Europa ist Heimat einer neuen Generation von Unternehmen
Europa bringt eine neue Generation von Unternehmen hervor in Bereichen wie Fusionsenergie, kritischen Rohstoffen, Halbleitern, Robotik, Verteidigung und Raumfahrt – Unternehmen, die nicht nur auf kommerziellen Erfolg zielen, sondern die für den Kontinent strategisch unverzichtbar sind. Es sind Schlüsselunternehmen, deren Erfolg an Renditen und dem Beitrag zu europäischer Souveränität gleichermaßen bemessen wird. Was die Situation für diese Vorzeigeunternehmen 2026 verändert hat, ist die Rolle der Geopolitik. Allianzen bröckeln, Handel wird zur Verhandlungsmasse und Exportkontrollen beeinflussen Technologie-Stacks. Europäische Regierungen reagieren und schaffen eine neue Realität: mit wachsenden Budgets für Aufrüstung, Vorgaben für Resilienz und Inlandsquoten für kritische Infrastruktur. Für Deep-Tech-Gründer:innen ist das eine gewaltige Chance – und eine neue operative Herausforderung. Der Staat tritt nicht mehr in nur einer Rolle auf. Heute übernimmt er drei Rollen auf einmal:
ALS INVESTOR: absorbiert er nicht nur wissenschaftliche Risiken, die privates Kapital noch nicht tragen will, er schließt auch Finanzierungslücken in späteren Phasen mit Eigenkapital, Fremdkapital und Garantien.
ALS KUNDE: erzeugt er mit einem einzigen Beschaffungsauftrag ein Nachfragesignal, das kein Investor je herstellen könnte, sofern es Gründer:innen gelingt, die öffentliche Nachfrage frühzeitig zu schaffen und zu formen, lange bevor eine Ausschreibung erscheint.
ALS REGULIERER: mit dem Wissen, dass Regulierungen erst Jahre nach dem Gesetzesbeschluss in Fachausschüssen und Rechtsakten ausgestaltet werden – und das nur von einer Handvoll Menschen.
Eine dieser Beziehungen richtig zu gestalten, hilft. Alle drei richtig zu meistern – das unterscheidet Unternehmen, die in Europa skalieren und bleiben, von denen, die verkauft werden oder abwandern.
Lernen von den Best Practices an Europas Deep-Tech-Front
Aus der jahrelangen Zusammenarbeit mit europäischen Deep-Tech-Pionieren haben HV und SPRIND dokumentiert, was funktioniert, was zum Scheiten führt – und was niemand ahnt, bevor man nicht selbst mittendrin steckt. Aus diesem Grund ist dieses Playbook entstanden. Es ist der praxisnahe Leitfaden für Unternehmen, die erfolgreich mit dem Staat zusammenarbeiten wollen. Gründer:innen finden darin:
- Welche staatlichen Investoren sie ansprechen sollten, wann und zu welchen Bedingungen;
- Wie Beschaffung tatsächlich funktioniert – und warum der Prozess Jahre beginnt, bevor eine Ausschreibung erscheint;
- Wo die relevanten Regulierungen geschrieben werden – und wie sie einen Platz am Tisch bekommen;
- Know-how von Unternehmen aus dem SPRIND- und HV-Portfolio, denen eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Staat gelungen ist.
Das Fenster ist offen. Aber das Spiel hat Regeln – und die unterscheiden sich von allem, was Start-ups in üblichen VC-Pitch-Coachings beigebracht wird.
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HV x SPRIND Playbook
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