23.9.2026

EUROPAS INDUSTRIE BAUT MIT

SPRIND startet Corporate Advocates Programm für KI und Robotik

Beim SPRIND AI & Robotics Summit 2026 am 23. September 2026 hat SPRIND im Beisein von Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, und Dr. Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, das Corporate Advocates Programm gestartet. Knapp 30 führende Unternehmen sind von Beginn an dabei. Ihr gemeinsames Ziel: Frontier-KI und -Robotik aus Europa schnell in die industrielle Anwendung zu bringen.

Gruppenbild auf Bühne vom AI & Robotics Summit. Ca. 50 Personen.
Dr. Karsten Wildberger und Team SPRIND mit Advocates

Europa hat Weltklasse-Talente, exzellente Forschung und eines der stärksten industriellen Fundamente der Welt. Trotzdem liegen fast die gesamte Frontier-Lab-Kapazität und das dazugehörige geistige Eigentum außerhalb Europas. SPRIND will dies ändern. Mit der Next Frontier AI Challenge (125 Millionen Euro) und der Next Frontier Robotics Challenge (90 Millionen Euro) sowie weiteren Initiativen setzt SPRIND auf die nächste S-Kurve dieser Technologien und schiebt den Aufbau neuer europäischer Frontier-AI-Labs und Robotik-Start-ups an. Es geht dabei nicht um das Skalieren aktueller Architekturen, sondern um neue Technologien, die effizienter und besser kontrollierbar sind und zu Europas Daten, Regeln und industriellen Stärken passen.

Doch öffentliche Finanzierung ist nur der Anfang. Damit aus unterstützten Teams global wettbewerbsfähige Unternehmen werden, braucht es Anschlussfinanzierungen, politische Rückendeckung, die besten Talente, wertstiftende Anwendungen und kaufbereite Kunden.

Genau hier kommen die Unternehmen ins Spiel. Der wirtschaftliche Wert von KI und Robotik entsteht dort, wo die Technologie eingesetzt wird: in Fabriken und Lieferketten, in Laboren, Netzen und Logistikzentren. Deutsche und europäische Unternehmen müssen zu den Ersten gehören, die Frontier-Technologien nutzen, statt zu warten, bis diese als fertige Produkte aus den USA oder China auf den Markt kommen. Sie sind zugleich potenzielle Kunden, Co-Investoren, Datengeber und Domänenexperten. Wer früh einsteigt, bestimmt mit, wie die Technologie aussieht, und sichert sich einen Vorsprung, der sich später kaum aufholen lässt.

Was Corporate Advocates einbringen und was sie bekommen

Die Unternehmen können sich auf verschiedenen Wegen engagieren: Sie können als Referenzkunden und/oder strategische Co-Investoren an der Seite der Teams stehen. Sie stellen Domänen-Assets bereit, etwa kuratierte Daten, Evaluationsumgebungen, Rechenkapazität oder Branchen-Know-how, die den Weg von der Forschungshypothese zum einsatzfähigen Produkt verkürzen. Und sie gestalten die Entwicklung aktiv mit, zum Beispiel bei Evaluationskriterien, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen oder Integrationsarchitekturen. Im Gegenzug erhalten sie ab der Pilotphase frühen und direkten Zugang zu europäischen Frontier-Fähigkeiten. Sie bauen Beziehungen zu Teams auf, deren Technologien von Anfang an für den europäischen Rechtsrahmen entwickelt werden. Wie die Zusammenarbeit konkret aussieht, wird mit jedem Unternehmen individuell entlang seiner strategischen Prioritäten vereinbart.

Ein starker Start

Zum Start sind knapp 30 Unternehmen dabei, darunter Bosch, SAP, Schwarz Digits, Infineon, Thales, Hensoldt, Ericsson, Festo, Ionos, Trumpf, Zeiss, T-Systems, Voith, Airbus Defence and Space, TKMS, Würth Elektronik, Knorr-Bremse, Giesecke+Devrient, Otto, Roche, DZ Bank, KPMG, Capgemini Invent, Bundesdruckerei, Versicherungskammer Bayern, DHL und Munich Re.

Die von SPRIND unterstützten Teams liefern die technologische Sprengkraft, die SPRIND selbst die Anschubfinanzierung und unser Advocates Netzwerk die Marktnähe, Wachstumskapital und regulatorische Passform. Im Zusammenspiel entstehen die Sprunginnovationen, die wir brauchen, um in Europa technologisch unabhängig zu sein, so Christopher Kränzler, Technologie Experte bei der SPRIND und Co-Initiator des Advocates Programm.

Ein Ökosystem, das gemeinsam wächst

Die Unternehmen sind Teil eines größeren Netzwerks. Neben ihnen gehören dem Advocates-Programm rund 30 europäische Investoren, öffentliche Einrichtungen und Verbände, wie z. B. VDMA, Cyber Valley oder ETH AI Center sowie sogenannte Ecosystem Leader, wie z. B. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst oder DFKI-CEO Antonio Krüger an. So entsteht, was Europa bislang gefehlt hat: ein Ökosystem, in dem Startups und Advocates gemeinsam wachsen und sich gegenseitig stärken. SPRIND bietet die dafür nötige Plattform.

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