Offen für Bewerbungen

Ihre Challenge:
Next Frontier Robotics

Hallo Neudenker:innen! Wir brauchen technologische Durchbrüche, um die nächste S-Kurve für Mehrzweck-Robotik Made in Europe zu erschließen. Gefragt sind mutige Ideen und die Entschlossenheit, den Schritt vom Prototypen in die reale Anwendung zu machen. Wir brauchen Sie.

Während Roboter heutzutage repetitive Aufgaben in kontrollierten Umgebungen meistern, stoßen sie bei neuartigen Aufgaben, wechselnden Bedingungen oder unstrukturierten Umgebungen nach wie vor an ihre Grenzen. Der sich verschärfende demografische Wandel, ein wachsender Fachkräftemangel und der zunehmende Wettbewerbsdruck erfordern dringend Robotiksysteme, die physische Aufgaben zuverlässig bewältigen und gleichzeitig Sicherheit und technologische Souveränität gewährleisten.

Globale Wettbewerber in den USA und China investieren Milliarden in geschlossene Robotiksysteme. Ohne eigene Sprunginnovationen droht Europa eine strategische Abhängigkeit. Europa verfügt zwar über eine erstklassige Fertigungsbasis und eine starke Forschungslandschaft, doch um die nächste Ära der Robotik aktiv zu gestalten, müssen wir jetzt handeln und sowohl Hardware der nächsten Generation als auch die zugehörigen intelligenten Steuerungssysteme skalieren. Die SPRIND Challenge Next Frontier Robotics beschleunigt diesen Sprung, indem sie exzellente Teams mit Mut zu bahnbrechenden Ansätzen (Moonshots) unterstützt – Ansätze, die über inkrementelle Optimierungen hinausgehen und echte Leistungssprünge ermöglichen.

Gemeinsam bauen wir ein modulares, interoperables europäisches Robotik-Ökosystem auf, das der Komplexität realer Aufgaben gewachsen ist.

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Die Challenge: Entwickeln Sie Full-Stack-Roboterplattformen, die komplexe physische Aufgaben in realen Umgebungen bewältigen, oder neuartige Roboter-Hardwarekomponenten für einen radikalen Leistungssprung.

Die Challenge umfasst zwei sich ergänzende Tracks: Track 1 Integrated Platforms fordert Teams heraus, Subkomponenten zu vollständigen Mehrzweck-Robotern zusammenzuführen, die komplexe, kommerzielle Anwendungsfälle lösen können. Track 2 Hardware-Components konzentriert sich auf neuartige Hardware wie Greifsysteme, Sensorik oder Gelenke, die weit überlegene Fähigkeiten gegenüber dem Stand der Technik aufweisen.

Beide Tracks beginnen mit der getrennten Erprobung ihrer Ansätze unter Laborbedingungen (Stufe 1), bevor sie in die reale Welt übergehen (Stufe 2). Anschließend liegt der Fokus auf der Integration und Interoperabilität in ein externes System (Stufe 3), gefolgt von der Erarbeitung der Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen (Stufe 4). Im Verlauf der Challenge wird von den Teams erwartet, dass sie mit Teilnehmenden des jeweils anderen Tracks oder externen Partnern zusammenarbeiten, um die Entwicklung von Integrationsstandards voranzutreiben. Dies legt den Grundstein für ein interoperables Ökosystem und ermöglicht es den Teams (und späteren Kunden), ihre gewählten Anwendungsfälle mit den am besten geeigneten Hardware-Komponenten und Modellen unter realen Betriebsbedingungen umzusetzen – und so die Robotik aus dem Labor in die Praxis zu bringen.

Der Hauptfokus liegt auf terrestrischen, physisch interaktiven Anwendungen im industriellen und gesellschaftlichen Umfeld wie Logistik, Pflegeunterstützung und Bauwesen.

Wir unterstützen: Potentielle Sprunginnovationen

Die Challenge läuft über 36 Monate und gliedert sich in vier aufeinanderfolgende Stufen. Eine Jury aus anerkannten Expert:innen unterstützt SPRIND bei der Auswahl und Bewertung der teilnehmenden Teams. SPRIND bietet finanzielle Unterstützung in Form von individuellen Festpreisverträgen auf Basis der Kostenschätzung der Teams mit bis zu 7.200.000 € pro Team.

Über die reine Finanzierung hinaus bietet SPRIND kontinuierliche Unterstützung bei der Unternehmensentwicklung (Venture Development), Coaching sowie direkten Zugang zu neuen Kooperationspartnern, Erstkunden und potentiellen Investor:innen. Bietet eine Lösung das Potential für eine echte Sprunginnovation, kann SPRIND die Teams gegebenenfalls auch über das Ende der Challenge hinaus weiter finanzieren.

Der Auftrag von SPRIND ist die Unterstützung des Technologietransfers. Daher sollen die Teams die Gründung eines Unternehmens anstreben – idealerweise vor Beginn der Challenge – und das Engagement zeigen, ein langfristig tragfähiges Unternehmen aufzubauen.

Jury

Ein Portraitfoto von Professor Albu-Schaeffer, leicht lächeln vor verschwommenen Zweigen im Hintergrund

Prof. Dr. Alin Albu-Schäffer

Europa wird infolge des demografischen Wandels in den kommenden zehn Jahren 20 Millionen Arbeitskräfte verlieren. Mindestens die Hälfte davon durch Roboter zu ersetzen, ist eine enorme Herausforderung und wird entscheidend sein, um unseren Wohlstand zu sichern. Wir müssen sicherstellen, dass Roboter zuverlässige Helfer sind, die unseren Werten entsprechen und den Bedürfnissen unserer Gesellschaft gerecht werden.
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Porträt von Lukas Ziegler vor einem verschwommenen Hintergrund, der seinen Blick zur Seite richtet.

Lukas Ziegler

Die Robotik bewegt sich gerade von Demonstrationen hin zum praktischen Einsatz. Wer in den kommenden Jahren die Schlüsseltechnologien entwickelt, wird die Regeln für die nächsten Jahrzehnte bestimmen. Eine Challenge wie diese gibt europäischen Teams die Möglichkeit, sich durch ihre Ambitionen zu behaupten und nicht allein durch ihr Budget.
Zum Interview
Ein Ganzkörper-Portrait von Andreas Klinger, der mit dem Rücken an einer grauen Wand lehnt, an der bunte Buchstaben kleben. Ein Bein ist aufgestellt, beide Hände hat er in den Jackentaschen.

Andreas Klinger

In den nächsten drei Jahren wird es eine Art Autovervollständigung für die reale Welt geben. Man führt eine Aufgabe aus, drückt einen Knopf und der Roboter übernimmt und wiederholt die Aufgabe. Allein dadurch werden ganz neue Arten von Kleinunternehmen möglich.
Zum Interview
Portraitfoto von Christopher Kränzler, der vor einer neutralen Wand steht und in die Kamera lächelt. Er trägt eine Daunenweste, das Foto ist in grünliches Licht getaucht.

Christopher Kränzler

Nach der Next Frontier AI Challenge ist Next Frontier Robotics mit 90 Millionen Euro die zweitgrößte Challenge der SPRIND. Sie ist der nächste logische Schritt, um KI in die physische Welt zu bringen, und bringt uns dem Ziel der SPRIND näher, ein KI- und Robotik-Paradigma der nächsten Generation aus Europa heraus zu etablieren, das den gesamten Technologie-Stack umfasst.

Der Wettbewerb

Detaillierte Informationen können der Ausschreibung und der Teilnahmevereinbarung entnommen werden.

Teilnahme

Die Bewerbungsphase läuft bis zum 22. Oktober 2026 um 18:00 Uhr (MESZ). Alle bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Bewerbungen werden berücksichtigt.

Bewerber:innen, die sich für beide Tracks bewerben, müssen für jeden Track ein separates Bewerbungsformular einreichen. So wird sichergestellt, dass beide Bewerbungen unabhängig voneinander geprüft werden, da Bewerber:innen für einen Track ausgewählt werden können, ohne im anderen Track berücksichtigt zu werden.

Webinar

Webinar Next Frontier Robotics Challenge

Rechtliche Fragen

IP Regelungen im SPRIND Challenge-Programm – das Wichtigste im Überblick:

FAQ

Haben Sie Fragen zur Challenge? Schreiben Sie uns unter challenge@sprind.org.

Jano Costard, Head of Challenges
Jano Costard, Head of Challenges

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